#publicinterest

Thomas über die Verhüllung des Arc de triomphe de l’Étoile durch Christo und Jeanne-Claude: Von zeitgenössischer Kunst, zur Aufklärung und zurück zu uns: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit:

Und im selben Moment, wie wir die Verpackung, die Einhüllung, die Verhüllung sehen, vermuten oder erinnern wie das Objekt, den Ort, seine Bedeutung. Uns wird mit ein wenig Selbstreflektion klar, was uns das nicht sichtbare Objekt bedeutet, woran wir uns erinnern.

In der aktuellen Folge des Resonator-Podcasts spricht Holger Klein mit Fabian Leendertz, dem Direktor des neuen Helmholtz-Institut für One Health, mit interessanten Einblicken in die Forschung zu Zoonosen und Epidemien – und natürlich auch über die SARS-CoV-2-Pandemie.

Auf der Website des Instituts heißt es zum Forschungsauftrag:

Das neue Institut wird einen umfassenden, interdisziplinären Ansatz zur Bewältigung der gesundheitlichen Herausforderungen durch Infektionskrankheiten im Sinne des Konzepts „One Health“ verfolgen. Das „One Health“-Konzept erkennt an, dass die Gesundheit des Menschen eng mit der Gesundheit von Tieren und einer intakten Umwelt verbunden ist.

Globalisierung, Klimawandel, erhöhte Mobilität der Menschen, intensivierte Viehhaltung sowie zunehmende Verstädterung und Verlust natürlicher Lebensräume sind die Hauptursachen für den Ausbruch und die rasche Ausbreitung von Infektionen. Krankheitserreger verbreiten sich global, überwinden Artenbarrieren und entwickeln häufig Multiresistenzen. Ein globales Problem stellen zudem fehlende Antiinfektiva und Impfstoffe dar. Der aktuelle Ausbruch von COVID-19 zeigt auf dramatische Weise, dass unser Verständnis von Ursprung und Übertragung zoonotischer Infektionen noch immer begrenzt ist und unterstreicht den dringenden globalen Bedarf an wirksameren präventiven und therapeutischen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemieausbreitung. Das neue Institut wird diesen Bedarf adressieren und damit eine kritische Lücke schließen.

Wie wir ja gesehen haben, ist Komodo mittlerweile ein geschützter Nationalpark. Wir haben den Punkt erreicht, an dem ein aktives und unverzügliches Einschreiten zum Schutz seltener Arten notwendig ist, was üblicherweise durch öffentliches Intresse unterstützt wird. Und öffentliches Interesse wird durch öffentlichen Zugang aufrechterhalten. Wenn man diesen Zugang sorgfältig kontrolliert und die Zerstörung auf ein Minimum begrenzt, funktioniert es prima und ist schön und gut. Glaube ich. Obwohl ich nicht behaupten kann, daß mir dabei ganz wohl ist.

Douglas Adams und Mark Carwardine: Die Letzten ihrer Art: Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde. München, 2010, 31. Auflage. S. 52.

Der Zusammenhang und das Zusammenspiel von ›öffentlichem Interesse‹ und ›öffentlichem Zugang‹ zu Dingen – etwa Informationen – finde ich einen wichtigen Aspekt bei der Diskussion was ›öffentlichen Interesse‹ ist und wie es sich konstituiert – das hier von Douglas Adams am Beispiel von Nationalparks m. E. gut illustriert wird.