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For nearly ten years I used Evernote as my knowledge management tool: Half of my study notes are in there and everything I’ve collected and curated since, my mind garden of sorts, nearly 10.000 notes. But I feel the urge to move on now: In 2020 Evernote moved from native apps for macOS, Windows and Linux to Electron-based universal apps—that was okay for me, even when the performance was noticeably slower. Than, in 2022 Evernote changed owners, that wasn’t unexpected for me in the age of platform capitalism and the moved history of Evernote, but still sudden. The new owner, Bending Spoons, changed the focus on AI, made a redesign and raised prices—changes I mostly could adjust to, but the app still got slower and slower on my (old) Intel-based MacBook Pro 2017. I tried every trick I could find to fix it, but still it’s painfully slow, so the app on macOS is nearly useless for me. And even the web client is slow on my computer …

So, eventually, it’s time to move on. But this raises the most complicated question: Where to move to? The possibilities feel endless if one digs just a little into the topic of note taking or Zettelkasten software.

Over the last years I always experimented with some software and know what I want and need: I like a flat list of notes, sorted into some notebooks and I use tags heavily. I don’t need fancy workflows or a lot of integrations but search in PDFs (OCR) is a must. My work environment is mostly in the Apple ecosystem but clients for Windows, Linux and web would be nice. Free open source software would be great but seamless working between macOS and iOS is more important, so closed source software is an option.

Somehow I feel like in this meme on my way to the mastery: Apple Notes could work just fine, but I use Apple Notes for everything that is really temporarily and that needs to be moved. And I don’t feel quite confident to have my thousands of notes in Apple Notes—even if I know, it could work.

At work I use Notion to organize, structure and document projects. There I like the hierarchy and working with blocks but for my mind garden I like to keep a flat hierarchy and I sometimes feel like the blocks are going into my way.

Obsidian seems like the go to option and I tried more than once to get used to it but I never felt home. I love the Graph view (I always wished Evernote had that feature), it’s powerful and highly customizable but especially the last point is also what’s worries me: One can spend endless hours tuning Obsidian and try to find the best extension for any use case, like search in PDFs. Also, on the one hand I like the approach to store everything in simple Markdown files but on the other hand it often felt a bit too technical for me, like that I need to thinking about avoiding special characters in filenames.

Then there is Bear, an note taking app that almost looks like an old Evernote clone. It’s Apple only and almost as simple as Apple Notes, with just some more features. But it lacks notebooks as hierarchy element, yet the tags can be tuned up to fill this gap somehow.

DevonThink is also Apple only and a real classic when it comes to knowledge management. It’s also very powerful and customizable to the point that I don’t really need. Also the difference between the standard and pro editions are not quite clear to me and I hope this forums post I dug up about it is still up to date. On the plus side: It would only cost a one time fee instead of an subscription!

Some more software I know but I don’t consider seriously right now: Microsoft OneNote—no Office 365, please! Roam Research—same like Obsidian. MacJournal—classic, but missing an iOS client.

So, where to go from here? I started testing Bear and DevonThink on my MacBook. Bear feels almost right but I’m still not sure. I’ll try both for a while and try to keep my eyes open for other alternatives.

OpenAI, die Firma hinter ChatGPT, hat eine weitere LLM bzw. generative KI veröffentlicht: OpenAI Sora. Eine generative KI die auf Basis von ›Prompts‹ (also Text) bis zu 60 Sekunden lange Videos produzieren kann. Über die Kinderkrankheiten sollte man hinwegsehen, die werden schnell ausgebügelt sein. Die Ergebnisse sind beeindruckend und erschreckend zu gleich: Wofür soll das gut sein, außer für die Disruption des Stock-Video-Marktes und dem Erstellen von Fakes und Desinformation?

Dafür:

It's for training data for AGI-1. You'd think enough video exists in the world but it's actually not well labeled for AI to understand. In this way they can create memories from infinite lives AND store all the concepts used to generate them. They'll use people to help tune which data is good (thumbs up the good generations) and then it all gets fed into the next gen AI that can truly think.
via @nrose bei Threads am 2024-02-15, 22:19.

Es geht OpenAI, und anderen KI-Firmen, darum, den Sprung von Generative AI (GAI) zu Artificial General Intelligence (AGI) zu schaffen: Weg von Algorithmen, die nur raten und nicht denken können, hin zu einer »echten« KI, die selbst denkt. Und dafür braucht es Trainingsdaten. Jede Menge Trainingsdaten. Denn KIs bzw. LLMs sind langsame Lerner und auch wenn YouTube jeden Tag mit mehr Videos bestückt wird, als man noch gucken kann, sind die Daten nicht gut für Trainings verwertbar, denn es fehlen Beschreibungen, Meta-Daten und Kontexte; und hier helfen GAIs die die Beschreibung durch einen Prompt erhalten, dann Texte, Bilder oder Videos erzeugen und Feedback durch User, ob das Ergebnis dem Wunsch bzw. dem Prompt entspricht.

Der Weg zur »echten«, selbstdenkenden KI ist sicherlich noch lang, aber der Weg dorthin wird noch mit einigen erschreckenden Überraschungen und Werkzeugen aufwarten.


Dieser Beitrag erschien zuerst im untitled-Newsletter 01 am 01.03.2024.

Philosoph Arnd Pollmann im Interview in der taz: Philosoph über Moral in der Klimakrise: »Sie wissen ganz genau, was richtig ist«:

[taz] […] Die meisten Menschen versuchen ja nicht aktiv, unsere Lebensgrundlage zu zerstören – sie bewerten aber im Zweifelsfall andere legitime Ziele höher.

[Arnd Pollmann] Das stimmt. Was aber noch viel häufiger vorkommt, sind Rationalisierungen: In Wahrheit wissen Sie ganz genau, was zu tun das Richtige wäre, aber Sie haben einfach keine Lust oder keine Kraft dazu, und dann reden Sie sich und anderen die eigene Willensschwäche schön. Es herrscht aber oft auch Unklarheit, worum genau es bei dem moralischen Konflikt geht. Um Schadensvermeidung, Respekt, Freiheit, Autonomie? Um Glück, Mitleid, Rücksicht, Menschenwürde? Oder vor allem darum, vernünftig oder auch ein guter Mensch zu sein? Da gibt es nicht die eine Ethik, die den Durchblick hat und alle Probleme löst. Nur wenn Sie sich für einen bestimmten Ansatz entscheiden, können Sie im konkreten Fall nachvollziehbar begründen, was zu tun ist.

Pollmann gibt keine Anleitung, wie zu handeln ist, aber es er stellt die bestehenden Ziel-Konflikte und die damit einhergehenden Doppelmoral in den Fokus. Doppelmoral muss – wenn ich ihn richtig verstanden habe – nicht kategorisch falsch sein, aber sie darf auch nicht zur Ausrede oder zum Standard werden, um nicht zu handeln – denn wir wissen, was richtig ist.

Nur ein kleines Detail, das mir vorhin beim Einrichten von Abwesenheitsnotizen auffiel: Google Mail verwendet für die Auswahl des Start- und Enddatums die Bezeichnung »First Day« und »Last Day«:

Diese Bezeichnungen empfinde ich als viel eindeutiger, als die Bezeichnungen »Startdatum« und »Enddatum«, wie sie beispielsweise Strato verwendet:

Die Bezeichnung ›Enddatum‹ hat für mich eine Unschärfe, über die ich jedesmal nachdenken muss: Ist jetzt mit »Enddatum« der Tag gemeint, an dem die Abwesenheitsnotiz zuletzt aktiv ist? Oder ist es der Tag danach, wenn sie nicht mehr aktiv – also: beendet – sein soll? Eigentlich – und davon ist wohl auszugehen – sollte die Funktion bei »Enddatum« analog zum »Startdatum« sein: Die automatische Abwesenheitsnotiz sollte an diesem Tag tatsächlich enden, wie sie auch am angegeben Startdatum startet. Dennoch lassen mich die Bezeichnungen »Startdatum« und »Enddatum« jedesmal stolpern. Aber bei den Bezeichnungen »Erster Tag« und »Letzter Tag« bleiben für mich keine Fragen offen, da ist für mich sofort klar was gemeinte ist: Der erste Tag der Abwesenheitsnotiz und der letzte Tag der Abwesenheitsnotiz.

Nur ein kleines Detail, aber für mich eine große Verbesserung der Usability bzw. der UX.

Kommentar von Nick Raimer in der taz: Waldbrände befeuern Klimakrise: Unsere Betten brennen:

In Südfrankreich, am Ural, in Kanada, in Sibirien oder südlich von Berlin: In diesem Jahr brennen die Wälder schon im Frühling auf der Nordhalbkugel. Eigentlich kein Wunder: Die Dürren der Jahre 2018, 2019, 2020 und 2022 haben die Wälder ausgetrocknet, was Brände wahrscheinlicher macht und sich schneller ausbreiten lässt.

[…]

Gleichzeitig heizen diese Brände die Erdatmosphäre weiter an, denn abbrennende Bäume geben jenen Kohlenstoff als Treibhausgas wieder frei, den sie zuvor dank Jahrhunderte langer Photosynthese zu Holz umgebaut hatten.

[…]

Doch statt die [Gestaltungskraft] zu nutzen, bauen wir mit Flüssigerdgashäfen eine neue fossile Infrastruktur auf, diskutieren über „Technologie-Offenheit“ oder den „Heiz-Hammer“. Schon 1987 fragte die Band Midnight Oil in einem Song: „Wie können wir schlafen, während unsere Betten brennen?“ Während unsere Wälder brennen, schlafen wir jedenfalls seelenruhig weiter.

Angesichts dieser Waldbrände (und dieser Bilder) ist es schwer nicht zu verzweifeln über den Klimawandel die Klimakrise die Klimakatastrophe in die wir immer weiter, immer tiefer hineinlaufen – sehenden Auges. Unsere Betten stehen in Flammen!

MUJI has an interesting attitude about their own products:

This is because we do not make objects to entice responses of strong affinity, like, “This is what I really want” or, “I must have this.” MUJI’s goal is to give customers a rational satisfaction, expressed not with, “This is what I really want” but with “This will do.” “This is what I really want” expresses both faint egoism and discord, while “This will do” expresses conciliatory reasoning. In fact, it may even incorporate resignation and a little dissatisfaction. MUJI’s goal is to sweep away that slight dissatisfaction, and raise the level of the response, “This will do” to one filled with clarity and confidence.

This somehow resonates with me about how I try to use this blog: I tend to want to make things perfect, but I do make mistakes and don’t have the time to make it perfect, so I try to embrace an attitude of “this will do” with confidence—and the 100 Days To Offload embraces this too.

(via Anna Mitchell via Winnie Lim)

The Comet from Christian Stangl on Vimeo.

While archiving an article about the comet C/2014 UN271 aka. Bernardinelli–Bernstein, which will cross our solar system in 2031, I’ve re-discovered this awesome video from Christian Stangl about the ESA Rosetta mission to the comet 67P/Churyumov–Gerasimenko. But—as stated in die Wikipedia article about C/2014 UN271—there sadly is no such mission planed for this comet as of today …

In the end of April 2009 I started using Twitter—and today, after almost 14 years, in the end of January 2023 I deleted my account. I had great times with Twitter and with the people on there, made friends and I still have a lot of good memories. But over the last years the platform changed and I only used it sporadicly and mostly passively. After the takeover by Elon Musk the platform went into a direction I am no longer comfortable with. So I’m leaving, saying:

Beim Aufräumen meines Archives fand ich einen Radiobeitrag von November 2012 wieder: Eine Biographie über Martin Scorsese anlässlich seines 70. Geburtstags. Auf der Suche nach etwas mehr Kontext zur Audio-Datei fand ich nicht den Original-Beitrag von 2012, aber entdeckte, dass der Deutschlandfunk (Dlf) den Beitrag zu Martin Scorseses 80. Geburtstag im November 2022 erneut veröffentlichte:

Film als Passion: Über Marin Scorsese:

Martin Charles Scorsese, geboren am 17. November 1942 in Queens, New York City, ist ein US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Schauspieler. Er gehört zu den einflussreichsten und bedeutendsten Regisseuren des zeitgenössischen amerikanischen Kinos. Mit respektvoller Ironie nennt man ihn einen „hardcore Cineasten“. Für Martin Scorsese ist die Filmgeschichte seine Passion. Er führt ein Leben für den und mit dem Film. Als eifriger Sammler von Filmkopien und -plakaten sucht er die geliebten Werke zu bewahren, als geschickter Lobbyist die Restaurierung gefährdeter Titel zu sichern. Als enthusiastischer Filmessayist stellt er den Zuschauern seine Perspektiven auf die Historie der amerikanischen und der italienischen Kinematographie vor, die ihn besonders geprägt haben. Diese Sendung würdigte Martin Scorsese aus Anlass seines 70. Geburtstags, die wir nun zum 80. Geburtstag noch einmal wiederholen.

Just some days ago I saw a video of Linus Tech Tips about battery-draining standby modes of Windows laptops (and sometimes MacBooks).

Now I came across Sleep Aid (via Michael Tsai), a macOS tool to diagnose and solve standby aka. sleeping issues on Macs. From the blog post Hot Bag MacBook about it:

Have you ever travelled somewhere to find that your MacBook is nice and warm, with next to no battery left? If so, these are the common causes of a „Hot Bag MacBook“ that we’ve found so far.

This could be handy.