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Kiran Pereira im Interview mit Jan Böhmermann:

I think the most important things is … you can not solve the problem that you don’t know you have. So learning as much as you can about it first, is the first step. And talk about it with friends and family. […] Educating ourselves is very important.

Massive Attack × Algiers feat. Christiana Figueres: #CLIMATEEMERGENCY von Massive Attack: Eutopia (EP), 2020.

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arne.xyz ist delivered in beta und damit im stetigen Wandel. In den letzten Monaten kristallisiert sich für mich aber ein Format dieses Blogs heraus: Der Blog als Web-Log; eine Sammlung von interessanten Gedanken und Links – ein öffentlicher Zettelkasten. Dazwischen mal etwas persönliches, mal etwas technisches. Ein Suchen, um die Welt zu verstehen. Die Inhalte werden deshalb im Spannungsfeld von Philosophie, Design, Technologie und Umwelt liegen, mit (neuen) Schwerpunkten auf das Public Interest Design, der kommenden Klimakrise und den UN SDG.

Eine ehemalige Kommilitonin arbeitet an einer konsumkritischen Bachelor-Thesis und bloggt darüber. Aus dem Exposé:

Die Arbeit ist unter dem Titel Konsummotorik – Künstlerische Installation zu unterbewussten Werbemechanismen angemeldet. Ich plane eine circa 2m x 2m x 2m große interaktive Rauminstallation, die mittels eines Kinect-Sensor getracked wird. Das Tracking steuert eine Videocollage, die von oben herab direkt auf das Geschehen projiziiert werden soll und deren Tonspuren über zwei gegenüberliegende Boxen abgespielt werden. Das „Geschehen“ beschreibt dabei ein oder mehrere Rezipient:innen, die mit einer überdimensional großen Motorikschleife spielen und währenddessen mit Werbebotschaften beschallt werden.

Besonders lesenswert fand ich folgende Einträge:

Photo: Fog over the hills.

Lately I had a tough time to figure out how to serve a Unity3D WebGL export via AWS CloudFront from an AWS S3 origin after updating to Unity3D 2020.01 with it’s new WebGL loader. I don’t describe how to connect AWS CloudFront to serve files from AWS S3—Andrew Welch does this neatly in his tutorial (one can skip the last step about Craft CMS, though)—I focus on the special configuration the Unity3D files need.

The new WebGL loader

The new WebGL loader requires that certain files are served in a specific way, contrary to the default web-server configurations.
From the forums:

When hosting such a build on a server, the following http headers should be added to the server responses in order to make the build load correctly:

  • .gz files should be served with a Content-Encoding: gzip response header.
  • .br files should be served with a Content-Encoding: br response header.
  • .wasm, .wasm.gz or .wasm.br files should be served with a Content-Type: application/wasm response header.
  • .js, .js.gz or .js.br files should be served with a Content-Type: application/javascript response header.

The Apache configuration example makes it even clearer:

<IfModule mod_mime.c>
# The following lines are required for builds without decompression fallback, compressed with gzip
RemoveType .gz
AddEncoding gzip .gz
AddType application/octet-stream .data.gz
AddType application/wasm .wasm.gz
AddType application/javascript .js.gz
AddType application/octet-stream .symbols.json.gz

# The following lines are required for builds without decompression fallback, compressed with brotli
RemoveType .br
RemoveLanguage .br
AddEncoding br .br
AddType application/octet-stream .data.br
AddType application/wasm .wasm.br
AddType application/javascript .js.br
AddType application/octet-stream .symbols.json.br

# The following line improves loading performance for uncompressed builds
AddType application/wasm .wasm
</IfModule>

On AWS

The easiest way to serve the Unity3D WebGL files via AWS CloudFront from an AWS S3 origin with the correct configuration is to set the correct Content-Type and Content-Encoding in the S3 bucket. Then CloudFront serves them to the user with the correct configuration directly.

To achieve this, one can set the correct metadata of the files via the AWS S3 management console: Select the file, open the “Actions” menu, select “Change metadata”, set the metadata in the opening pop-over on the right-hand side.

At one point I wrote a small helper script in Python, using boto3, to set the correct metadata after I uploaded the files manually:


Edgar Selge in »95 Anschläge«:

Als engagierte Zeitgenossen fühlen wir uns verantwortlich für den Zustand der Welt, der Natur, für das, was wir nachfolgenden Generationen überlassen; und da diese Verantwortung mehr ist, als wir tragen können, kann uns zuweilen eine richtige Wut packen auf unsere Passivität, als sei sie an allem schuld.

Aber schuld am Unglück der Welt ist, wie Pascal sagt, unsere Unfähigkeit, ruhig in unserem Zimmer sitzen zu bleiben – also eher die Unruhe als unsere Ruhe. Unsere Schwierigkeiten liegen nicht darin, genügend Aktivität und Engagement zu entwickeln, sondern eher darin, uns ruhig in einem reinen Wahrnehmungszustand auszudehnen.

Edgar Selge: Passivität ist schöpferisch! In: Friederike von Bünau und Hauke Hückstädt (Hrsg.): 95 Anschläge: Thesen für die Zukunft. Frankfurt am Main, 2014. S. 30.

Das scheint mir als gute Beschreibung unserer Zeit zu passen, gerade die der letzten Monate: Statt die SARS-CoV-2-Pandemie auszusitzen, das Virus »austrocknen« zu lassen und dabei »ruhig in unserem Zimmer sitzen zu bleiben«, drängt es die Menschen in Unruhe heraus, als könnten sie die Ruhe nicht ertragen.

Nun, dann und wann erfreue auch ich mich am Eskapismus in virtuelle Welten: Dabei interessieren mich die kleinen, auch merkwürdigen, Spiele; lasse ich mich von Super Level Lost Levels inspirieren und bin Jahre hinter dem Hype.

Heute: Catlateral Damage. Der »first-person destructive cat simulator« stand wohl schon länger auf meiner Liste: Der cheesige Infomercial-Clip ist immerhin von 2015, der erste (und einzige) Bericht bei Super Level von 2014 und die offizielle Website habe ich mir spätestens seit Dezember 2018 gemerkt!

Bis zum Vergnügen des Auf-Schränke-und-Tische-Springens und Regalmeter-weise-Bücher-herunter-Stupsens galt es aber ein Installations-Minigame zu lösen: Unter macOS Catalina (10.15.5) lies sich die Spiele-Datei, trotz 64-Bit-Version, nicht starten: »The application „Catlateral Damage (64-bit)“ can’t be opened.« OK, Google: Anscheinend liegt es an der Art, wie das macOS-eigene Archivierungsprogamm die ZIP-Datei entpackt, mit The Unarchiver entpackt, funktioniert es und die Spiele-Datei lies sich starten. Nur noch der macOS-Sicherheits-Limbo und: RAMPAGE!

Pow, Pow, Meow! Aber halt, schon am Ende des Tutorials geht es nicht weiter: Das Bild ist von der Wand geholt, aber es wird nicht als zerstört erkannt und im Pause-Menü funktioniert der Quit-Button nicht. Merkwürdig. Hey Siri: Anscheinend mag es das Spiel nicht, wenn es nicht im vorgesehenem Ordner liegt … Also: Ab damit in den großen Programme-Ordner und das Spiel schnurrt wie ein zufriedenes Kätzchen nach einem Zerstörungsfeldzug durch die Wohnung.

Micha Brumlik in der taz:

Kurzum: Immanuel Kant hatte zwar rassistische Vorurteile, glaubte aber nicht daran, dass „Rasseeigenschaften“ angeboren und unveränderlich seien. Er war zudem ein Gegner von Leibeigenschaft wie Sklaverei und schon früh einer der schärfsten Kritiker der kolonialen Expansion europäischer Staaten. Dieses Denkmal kann, nein, muss geradezu stehen bleiben.

Ohne die Diskussion zu überblicken, so scheint mir dies eine gute Einordnung und Zusammenfassung zu sein.