Archiv des Autors: Arne

Über Arne

Design- und Philosophie-Student, Freelancer und Tee-Liebhaber.

laura1: LoRaWAN-Prototyp

Für das Seminar Internet der Dinge hatte ich die Möglichkeit mich mit der LoRa-Funktechnologie und dem Aufbau eines darauf aufbauenden Netzwerks – ein sogenanntes LoRaWAN – zu beschäftigen, die mich wegen der speziellen Eigenschaften seit dem Vortrag von Lorna Goulden zum IoT auf der GOTO2016 fasziniert.

LoRa sendet und empfängt auf einem recht niedrigen und lizenzfreien Frequenzband – in Europa bei 433 bzw. 868 MHz – wodurch es recht wenig Energie benötigt (im Gegensatz zu bspw. WLAN) und die Nutzung offen für alle ist. Zudem sind, im Vergleich zu Bluetooth, WLAN oder auch 4G, sehr große Funk-Distanzen von bis zu 15–40 km möglich1. Dadurch eignet sich LoRa für den Aufbau von weit-verteilten Sensor-Netzwerken, die z.B. Wetter- oder Feinstaub-Daten erfassen oder, wie beim Flood Network, den Wasserstand von Flüssen und Bächen, um eine mögliche Überflutung frühzeitig zu erkennen.
Durch das niedrige Frequenzband und die große Reichweite ergeben sich allerdings auch zwei Nachteile: Es können nur recht wenige Daten übertragen werden, max. 256 Byte pro Paket; und es kommt bei großen Entfernungen zu hohen Verzögerungen. Daher eignet sich LoRa eher für die Übertragung von metrischen Messdaten als für die Übertragung von Bild und/oder Ton.

Auch wenn LoRa auf einem lizenzfreien Frequenzband arbeitet und somit die Nutzung prinzipiell allen offen steht, so müssen die Netzwerke nicht offen sein, da auf allen Ebenen Verschlüsselung und Autorisierung vorgesehen sind.
So bieten etwa KPN in den Niederlanden oder ST in Südkorea kommerzielle LoRaWAN-Zugänge an.

Ein offenes, weltweites Netzwerk auf Basis von LoRa (und Bluetooth) möchte The Things Network für das Internet Of Things aufbauen, das es allen Interessierten ermöglichen soll, ohne erhebliche und dauerhafte Kosten, eigene Anwendungen für das Internet Of Things, wie z.B. das Flood Network, aufzubauen.

laura1

Mit laura1 versuche ich den Prototyp eines LoRaWAN mit offener Hardware und Anschluss ans The Things Network aufzubauen. Ein LoRaWAN besteht dabei aus einem Gateway, das mit den, über LoRa verbundenen, Geräten spricht und z.B. deren Daten an einen Server ins Internet weiterleitet (ein Gateway ist in dem Sinne also vergleichbar mit einem WLAN-Router). Die Geräte, die per LoRa mit dem Gateway sprechen, sind sogenannte Nodes und können z.B. über Sensoren Daten erfassen.

Gateway

Das Gateway von laura1 besteht aus einem Raspberry Pi 3 Model B und einem Dragino LoRa/GPS HAT, das einfach auf den Raspberry Pi aufgesetzt wird.
Auf einem Raspbian Lite läuft derzeit als Software für das Gateway eine angepasste Version des single_chan_pkt_fwd.

Node

Das erste Node von laura1 besteht aus einem Arduino Uno und einem Dragino LoRa/GPS Shield, das ebenfalls einfach auf den Arduino gesetzt wird.
Der Arduino ist mit einer angepassten Variante des raw-Beispiels der Arduino-LMIC library geflasht und übermittelt via LoRa die einfache Nachricht „Hello, world!“.

In einer erweiterten Variante, misst das Node mittels des Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensors DHT22 die Temperatur und übermittelt diese per LoRa.

Da sich der Arduino auch mittels einer 9V-Blockbatterie betreiben lässt, ist auch der Betrieb des Nodes unabhängig von einer festen Stromquelle wie der USB-Verbindung zum Computer oder dem Stromnetz möglich.

How To

Eine kleinschrittige Anleitung zum Aufbau des Prototyps befindet sich auf GitHub.

Ausblick

Im ersten Versuchsaufbau funktioniert bisher die einseitige Kommunikation vom Node zum Gateway bereits sehr zuverlässig, aber leider ist die Verbindung vom Gateway zum The Things Network noch nicht stabil. Zudem funktioniert die Verbindung bisher nur in eine Richtung, obwohl LoRa bidirektionale Verbindungen erlaubt, also auch vom Gateway Daten oder Befehle an ein oder mehrere Nodes geschickt werden können.

Im nächsten Schritt soll also das Gateway mit einer Software bestückt werden, die die Daten vom Node zuverlässiger ins The Things Network weiterleitet und auch das Senden von Befehlen vom Gateway zum Node ermöglicht.


1 Das The Things Network hat in einem Ballon-Experiment am Mittwoch eine Distanz von über 330 km erreicht!

listfileext

tl;dr: listfileext ist ein kleines Python-Script, das alle Dateinamen-Erweiterungen (.jpg, .pdf, etc.) in einem Ordner und allen dessen Unterordnern auflistet.

listfileext

Um heraus zu finden, welche (obskuren) Datei-Typen sich in meinem Archiv befinden, habe ich im Juni ein kleines Python-Script geschrieben, das alle Dateinamen-Erweiterungen (wie .jpg, .pdf, .psd) in einem Ordner sowie allen dessen Unterordner auflistet: listfileext.py. Damit konnte ich zum einen kontrollieren, ob ich alte Projekte noch in einem anderen Format speichern musste (z.B. InDesign-Projekte verpacken mit IDML-Datei und einer PDF zur Ansicht) und zum anderen eine Liste mit Datei-Typen und Programmen, die diese öffnen können, anlegen (bspw: .idml: InDesign-Datei, die sich mit jeder InDesign-Version ab CS4 öffnen lässt.).

Auch wenn das Script nichts großes ist, habe ich es auf GitHub veröffentlicht; vielleicht hilft es ja noch einmal jemand anderem.

Delivered In Beta

Dieser Blog ist delivered in beta, denn: Diese Website soll mir vor allem als ein Ort und Nicht-Ort zum Experimentieren und Basteln dienen, auch wenn ich damit noch hehre Ziele verfolge. Diese Website ist delivered in beta und wird es bleiben: here I can break things and I don’t care – im Gegensatz zu den Projekten, die ich für und mit Kunden betreue. Diese Website ist Freizeitvergüngen und kein Showcase meiner Arbeit; wenn hier etwas nicht funktioniert, so ist das nicht schön, aber nicht weiter schlimm – es sei denn, ihr, wehrte/r LeserIn, stört euch daran, dann, so bitte ich euch, nehmet euch etwas eurer kostbaren Lebenszeit und schreibet mir eine E-Mail an hi@arne.xyz.

(Anti-)Social-Bookmarking

Social-Bookmarking war bzw. ist für mich eine der interessantesten Methoden die mit dem Web 2.0 aufkam: interessante Links und gute Artikel versauern so nicht in den Lesezeichen des Browsers, sondern sind öffentlich einsehbar, lassen sich teilen und laden zum stöbern ein; durch Tags (also Schlagworte) lassen sich die Links sortieren und ganze Themensammlungen aufbauen und interessante Querverbindungen erkennen; und durch den Social-Networking-Charakter kann man leicht neue Inhalte zu einem Thema oder sogar ganze nützliche Link-Sammlungen finden.

So jedenfalls habe ich Social-Bookmarking damals mit Delicious kennengelernt (als es noch del.icio.us geschrieben wurde). Die Oberfläche war schlicht und eher puristisch, aber meiner Meinung nach genau richtig für diese Art von Service. Als Yahoo! dann del.icio.us übernahm, daraus Delicious machte und im gleichen Zuge das Interface »moderner« gestaltete, wurde es aber für mich aber zu unübersichtlich, mit zu vielen Störfaktoren, die es in der alten, kompakteren Oberfläche nicht gab.

Aus Mangel an guten Alternativen wechselte ich dann Insipid, einer Web-Software die auf dem eigenen Web-Server betrieben wird. Die Oberfläche und die Handhabbarkeit von Insipid waren OK, aber mehr auch nicht; und zudem fehlte – zumindest bei dieser Web-Software – komplett der Social-Networking-Charakter, aber das war in soweit in Ordnung für mich, solange ich meine eigenen Lesezeichen gut sortieren konnte. Aber die alte, etwas unsaubere Oberfläche störte mich dann doch etwas, allerdings war es nicht so einfach ein vernünftiges neues Design dafür zu entwickeln, da das HTML, das Insipid erzeugte, in meinen Auge recht krude war und ich entsprechend unmotiviert das CSS dafür zu schreiben (zudem war auch die Programm-Logik und das HTML nicht durch eine Template-Engine entkoppelt, sodass es nicht so einfach möglich war das HTML zu bearbeiten, zumal Insipid ein kleines Perl-Ungeheur war). Mittlerweile ist die offizielle Weiterentwicklung von Insipid auch eingestellt, es gibt aber noch ein GitHub-Repository, aus dem man es sich herunterladen kann.

Nach Insipid und einigen Anläufen etwas ähnliches aber moderner zu entwickeln – die leider alle aus Zeitmangel im Sande verlaufen sind –, wechselte ich zu einem Service, den ich schon länger im Auge hatte: Pinboard.

Pinboard, das sich selbst auch als Anti-Social-Bookmarking bezeichnet, bietet für mich die Mischung aus puristischer Oberfläche, wie es sie früher ähnlich bei del.icio.us gab, reicher Funktionalität und eben auch Social-Networking – aber nur für die, die möchten. Und ich möchte Social-Bookmarking und kann auch, wie bei Delicious, andere Links und Nutzer finden, die ebenfalls öffentliches Social-Bookmarking betreiben.
Zwei Wermutstropfen gibt es aber bei Pinboard: 1. Es kostet Geld, was aber wiederum heißt, dass ich eine Dienstleistung kaufe und nicht selbst das Produkt bin; 2. Es entspricht nicht ganz dem Ethos und der Idee des IndieWeb, das ich eigentlich gerne vorantreiben möchte, aber ich habe bisher keine gute Web-Software gesehen, die es mir so ermöglicht meine Lesezeichen in einer angemessenen, puristischen Oberfläche zu verwalten.

Ein weiterer Vorteil von Pinboard ist zudem, dass es ein etablierter Service ist, der entsprechend gut eingebunden ist: es gibt Apps für iOS, Android und Co. und andere Web-Services wie z.B. IFTTT oder Feedly unterstützen eine Anbindung.

Neuer Workflow voraus

Im Zuge meiner Nick-Änderung und der Umstellung meiner Online-Infrastruktur habe ich nun auch noch einmal meinen Online-Lese-Workflow unter die Lupe genommen: die meisten neuen, interessanten Artikel und Links finde ich durch Twitter, meinen abonnierten RSS-Feeds oder durch Recherchen. Die Links landeten dann meist entweder in meiner Lesezeichen-Leiste im Browser, in meinen Twitter-Fav’s oder im Read-Later-Service Instapaper – wobei ich sowohl in meine Twitter-Fav’s als auch in Instapaper kaum hineingesehen habe – und dann früher oder später bei Pinboard.

Nun bietet aber auch Pinboard die Möglichkeit Lesezeichen als »to read« zu markieren, sodass ich eigentlich auf einen Read-Later-Service, den ich eh kaum nutze, wie Instapaper verzichten kann. Und das habe ich nun auch getan: Instapaper habe ich aufgegeben, ebenso IFTTT, der zuletzt auch nur noch meine Instagram-Favoriten nach Instapaper geschaufelt hat.

Dafür habe ich mir für 4,95 € die iOS-App Pinner for Pinboard gekauft, mit der ich sowohl meine als »to read« markierten Pinboard-Links lese kann als auch aus anderen Apps wie Twitter bzw. Tweetbot Links in Pinboard speichern kann.

Mein Workflow sieht also nun in Kurzform wie folgt aus: Links, egal aus welcher Quelle, landen zunächst bei Pinboard und werden dort ggf. als »to read« markiert, die ungelesen Links kann ich dann, wenn ich Zeit und Lust habe, lesen.

Auf meinem Smartphone und Tablet läuft alles über die App Pinner for Pinboard: darüber kommen die Links zu Pinboard und darüber greife ich auf meine ungelesen Links zu.
Am Notebook oder Desktop-Rechner läuft alles über die Pinboard-Website bzw. zum speichern der Links verwende ich das Bookmarklet.

Shadowrun-Sammlung zu verkaufen

Shadowrun-Sammlung

Ich verkaufe meine Shadowrun-Sammlung: 24 Regelwerke und Abenteuer der Auflagen 2.01D und 3.01D, 3 Poster und 2 Shadowrun-Duels-Action-Figuren – alles gebraucht, aber mit einigen Raritäten. Verkauft!

Die Sammlung umfasst …

Name Version ISBN Zustand
DNA/DOA 2.01D 3-89064-703-0 fast neu
Asphaltdschungel 2.01D 3-89064-704-9 gebraucht
Schlagschatten 2.01D 3-89064-709-x fast neu, mit Name
Virtual Realities 2.01D 2.01D 3-89064-710-3 gebraucht
Dreamchipper 2.01D 3-89064-711-1 fast neu
Harlekin 2.01D 3-89064-715-4 gebraucht, mit Name
Brennpunkte: Bodenpläne für Shadowrun 2.01D, inkl. Poster Lone Star 2.01D 3-89064-718-9 fast neu, Umschlag mit Stoßkanten (Rarität)
Megakons 2.01D 3-89064-724-3 stark gebraucht, mit Name
Harlekins Rückkehr! 2.01D 3-89064-729-4 fast neu, mit Name
Schattenlichter 2.01D 3-89064-730-8 fast neu
Schattenlichter 2.01D 3-89064-730-8 gebraucht, mit Name
Walzer, Punks & Schwarzes ICE 2.01D 3-89064-733-2 fast neu, mit Name
High Tech & Low Life: The Art Of Shadowrun 2.01D 3-89064-734-0 gebraucht
Cyber-Piraten! 2.01D 3-89064-736-7 fast neu, mit Name
Meister- bzw. Spielleiterschirm 3.01D, inkl. Quellenbuch Critter 3.01D 3-89064-739-1 gebraucht
Shadowrun 3.01D Grundregelwerk 3.01D 3-89064-740-5 stark gebraucht, mit Name
First Run 3.01D 3-89064-741-3 fast neu
Renraku-Arkologie Shutdown 3.01D 3-89064-745-6 gebraucht
Matrix 3.01D 3-89064-747-2 fast neu, mit Name
Unterwelt-Quellenbuch 3.01D 3-89064-750-2 gebraucht, mit Name
Deutschland in den Schatten 2 3.01D 3-89064-753-7 gebraucht, mit Name
Bedrohliche 6. Welt 3.01D 3-89064-757-X gebraucht, mit Name
Drachen der 6. Welt 3.01D 3-89064-761-8 fast neu (eine umgeknickte Seite)
Portfolio eines Drachen: Dunkelzahns Geheimnisse 3.01D 3-89064-770-7 fast neu
Poster Striper Assasin gebraucht (Rarität)
Poster Lone Star fast neu (Rarität)
WizKids-Action-Figur Kellan Colt, Shadowrunner Duels stark gebraucht (Rarität)
WizKids-Action-Figur Kyushi, Yakuza Duels stark gebraucht

Hinweis:

Der Abenteuer-Band Schattenlichter ist doppelt, einmal gebraucht, mit Namen und einmal fast neu. Das Poster Lone Star ist ebenfalls doppelt: einmal »lose« und einmal als Zusatz zur Karten-Sammlung Brennpunkte.

Die Zustände im Detail

fast neu
unbenutzt, kleinere Makel durch lange Lagerung oder Versand
gebraucht
leicht abgegriffen, evtl. Stoßkanten
stark gebraucht
abgegriffen, Stoßkanten
Zusatz: »mit Name«
Mein Name steht auf einer der ersten Seiten im Buch

Versand

Die Versandt-Kosten liegen leider bei 8,50 €, da die Sammlung insgesamt auf 12 kg kommt und somit eigentlich in die größte Versand-Klasse fällt.

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Warum?

In letzter Zeit treibt mich die Idee vom IndieWeb wieder stärker um: das »IndieWeb« als Gegenentwurf zu den großen, kommerziellen Plattformen wie Facebook oder Twitter, in dem jede, die kann und will, ihre eigene Website als ihre eigene Plattform betreibt und deren Inhalte dann auf ihrer Website, und somit mehr unter ihrer Kontrolle, bleiben.

Die jüngsten Artikel von wirres.net und notizBlog inspirierten und motivierten mich diese Idee wieder stärker zu verfolgen. Zudem überlegte ich eh schon seit einiger Zeit, ob ich mir für experimentellere Dinge noch eine weitere Domain zulege, denn alle anderen Websites und Domains, die ich besitze, schienen mir dafür nicht geeignet.

In Zeiten, in denen Menschen nach »Facebook« googlen statt die Adresse facebook.com direkt aufzurufen; und in Zeiten, in denen es neue Top-Level-Domains wie .rich oder .click gibt; in solchen Zeiten sind Domains Schall-und-Rauch. Was aber nicht bedeutet, dass Domain-Namen egal sind: sie sind immer noch identitätsstiftend – und das ist durchaus wichtig. Und eben deshalb breche ich mit arne.xyz nun auch mit meinen alten Blogs.